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Bioland bei Lidl

Vor wenigen Tagen hat Jan Plagge, der Präsident des Bioland-Verbandes die Mitglieder informiert: Der Bioland-Verband hat mit Lidl einen neuen Handelspartner aufgenommen.

Nach der Zusammenarbeit von Demeter mit Edeka und Naturland mit Rewe erscheint das als ein logischer Schritt. Zudem hat es sich der Bioland-Verband nicht leicht gemacht. Die Verhandlungen dauerten insgesamt über ein Jahr. Mit den erarbeiteten „Fair-Play“-Regeln und einer Ombudsstelle zum Schlichten von Streitigkeiten ist sorgfältig auf die Befürchtungen der Mitgliedsbetriebe eingegangen worden. Und natürlich darf man nicht vergessen: Die Mitgliedsbetriebe sind Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte, die natürlich gerne mehr verkaufen wollen. Auf der anderen Seite ist die gestiegene Nachfrage aus dem LEH da, die ansonsten von den konkurrierenden Bioverbänden bedient wird. Außerdem gibt es ja das berechtigte Interesse, den Bioanteil in Deutschland signifikant zu erhöhen, um die Umwelt zu entlasten. Da hilft Verbandsware besser, als die Ware die nach den laxen EU- Kriterien produziert wird.

Soweit also alles in Butter?

Wir beim Gemüseabo sind nicht überzeugt. Es kommt einem schon merkwürdig vor, wenn Jan Plagge ausführt, er sei von der Ernsthaftigkeit der Nachhaltigkeitsstrategie Lidls überzeugt. Ist es nicht in Wirklichkeit immer noch eine Doppelstrategie? Lidl verdient doch mit der Schonung der Ressourcen weniger als mit der herkömmlichen Methode, die der Umwelt für den eigenen Profit schadet. Zudem hätte Lidl ja in der Vergangenheit auch in erheblichem Maße Nachhaltigkeit fördern können, auch ohne Bioland als Partner. Was sollen die konventionellen Lieferanten dazu sagen, dass die Bios jetzt faire Handelsbeziehungen angeboten bekommen? Und sie werden weiterhin mit Listungsgebühren, Preisdrückerei und Abzügen über den Tisch gezogen? Was passiert in zehn Jahren, wenn die Lidl Einkaufspolitik sich umorientiert? Wer wird dann erpressbar sein, der Handelsriese oder der Biobauer?

Aber es gibt auch noch einen anderen Aspekt. In unseren Lieferketten handeln wir auf Augenhöhe. Die Handelspartner aus dem LEH sind aber dazu gar nicht befähigt, weil sie ihre Vorgaben aus fernen Unternehmenszentralen bekommen. Und dort muss man den Geldhunger der Investoren stillen. Wenn der Lebensmittelverkauf keine Wachstumszahlen mehr hergibt, muss man sein Handlungsfeld erweitern: Eigenmarken statt Markenware, eigene Herstellung statt nur Handel, eigene Erzeugung statt Einkauf. Die Tatsache, dass acht Männern mehr gehört, als der Hälfte der restlichen Menschheit (Oxfam 2017) hat die Welt nicht zu einem besseren oder friedlicheren Ort gemacht. Und ob Bio oder nicht, die Industialisierung der Landwirtschaft steht zwangsläufig im Widerspruch zur Nachhaltigkeit. Konzentrationsprozesse sind Nägel zum Sarg der bäuerlichen Betriebe. Dieser blinde Fleck des Verbandes wird die Bio-Bauern möglicherweise noch teuer zu stehen kommen. 

Der Bioland-Verband ist der erfolgreichste  Bio-Anbauverband in Deutschland mit über 7300 Landwirten und Gärtnern. Muss man denn unbedingt immer weiter wachsen? 

Walter Franzmeier

26.9.2018

Lammfleisch-Aktion

In der Feldmark vor Westen stehen die Schafe des Lohmannshofes. Es sind rauhwollige pommersche Landschafe, eine alte, sehr robuste Art, die das ganze Jahr auf der Weide verbringt. Johannes hat die Tiere mit einem "Wolfszaun" geschützt. Der doppelte Zaun hindert die Wölfe am Überspringen. Und die elektrische Hochspannung am Zaun macht das Durchwühlen zu einer unangenehmen Erfahrung. Bis jetzt ist alles gutgegangen. Den heißen Sommer haben die Schafe auch gut überstanden.
 Zur KW 44 kann nun wieder Lammfleisch bestellt werden. Die Freitagskunden können bereits für den 26.10. bestellen.
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17.9.2018

Ökomarkt Verden

Einmal im Jahr, immer im Herbst findet in Verden (Aller) der Ökomarkt auf dem Lugenstein beim Verdener Dom statt.Jedes Jahr gibt es hier ein variierendes, vielfältiges Angebot. Dazu zählen z.B. Obst, Gemüse, Käse, Wein und Federweißer, Bier, Honig, Öle u.v.m. - natürlich aus kontrolliert biologischem Anbau.Einige Marktstände bieten auch Speisen oder Getränke zum Genuss vor Ort an. So können Sie bei Lohmanns Hof die beliebte und weit über Verdens Grenzen hinaus bekannte Kartoffelpfanne und am Weinstand Bremen einen kühlen Federweißer genießen.
Natürlich können Sie dort auch uns, Ihr Gemüseabo, treffen.

Sonntag, 23.9.2018, 13.00 bis 18:00 Uhr auf dem Lugenstein in Verden 
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Kartoffeltag auf dem LohmannsHof

mit der Möglichkeit das Gemüseabo zu besichtigen!

am Sonntag, den 02.09.2018

von 11°° bis 17°°Uhr

an der Halle Dörverdener Straße in Westen

  • Kartoffeln und Tomaten selber ernten, Lohmanns Röstkartoffeln, Kaffee & Kuchen aus der Hofbackstube, Pizza aus dem Steinbackofen, Kartoffelpuffer & Salatbar, Besichtigung von Feldern und Gärtnerei, Kinderprogramm, Bio-Eis und vieles mehr...

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Die Fahrkarte für die Solarfähre Otersen-Westen kann als Wertbon eingelöst werden.

www.lohmannshof.de

Gemüseabo - kommt gut!


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